Wilhelm Petersen. Leben und Werk
von Wolfgang Mechsner

Biographie mit thematischem Werkverzeichnis

ISBN 978-9805244-1-4
Hardcover mit Schutzumschlag, Grossoktav
386 Seiten, 326 Notenbeispiele, 15 Fotografien
40,80 EUR zzgl. Versandkosten

erhältlich über den Robert Lienau Verlag


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Das Buch

Wilhelm Petersen (1890-1957) gehört zu den Komponisten des 20. Jahrhunderts, die abseits der Avantgarde ihren eigenen Weg verfolgten. Zwar begleitete er den revolutionären Aufbruch des Expressio-nismus mit Einsicht in die Notwendig- keit neu zu entwickelnder Ausdrucksformen, fand aber um 1925 nach einer experimentellen Phase am Rande der Tonalität zu einer tonal zentrierten und formal geklärten Tonsprache. Die im tra-dierten Material noch schlummernden Entwicklungsmöglichkeiten interessierten ihn, wobei der ethische Anspruch seines Komponierens sich an der großen symphonischen Tradition des 19. Jahrhunderts orientierte.

Nach erfolgreichen Uraufführungen seiner ersten beiden Symphonien zu Beginn der Zwanziger Jahre hatte Wilhelm Petersens Name in Deutschland einen guten Klang. Sein kompositorisches Können und die Wahrhaftigkeit seiner Aussage wurden nie bezweifelt; freilich fand man ihn abseits der geschichtsträchtigen Richtungen. So zählen zu den wenigen Höhepunkten seines öffentlichen Wirkens die Uraufführungen seiner Großen Messe op. 27 unter Karl Böhm (1930) und seiner Oper Der Goldne Topf (1941).

Bruno Walter: »Ich bin zu der festen Überzeugung gelangt, daß die Originalität und Bedeutendheit der musikalischen Sprache des Meisters [den Werken Wilhelm Petersens] schließlich den Platz in der Öffentlichkeit verschaffen wird, der ihnen zukommt.«

Das von Wolfgang Mechsner vorgelegte Werk stellt eine erste detailliert recherchierte und grundlegende Biographie des Darmstädter Komponisten dar. Ein ausführliches Werkverzeichnis mit Noten-beispielen aller Werk- und Satzanfänge ermöglicht eine Einführung in das Ge-samtwerk des Komponisten. Darüber hinaus enthält ein Dokumentationsteil den Abdruck von publizierten Texten Wilhelm Petersens, die einen Einblick in sein Denken gewähren. Ein Briefwechsel zwischen Bruno Walter und Petersen belegt die hohe Wertschätzung, die der Dirigent für den Komponisten hegte.

Der Autor

Wolfgang Mechsner, geboren 1954 in Dortmund, studierte Klavier und Instrumentalpädagogik an den Instituten Dortmund und Münster der Hochschule für Musik Westfalen-Lippe in Detmold. Er ist künstlerischer Mitarbeiter an der Hochschule in Vechta und Lehrbeauftrager in der Studienabteilung des Städtischen Konservatoriums in Osnabrück(Fachhochschule Osnabrück). Neben seiner Lehrtätigkeit konzertiert Wolfgang Mechsner als Solist und Kammermusikpartner. Mit dem Saint-Clair Trio tritt der Pianist im In- und Ausland auf.Das Buch über Wilhelm Petersen entstand aus einer langjährigen Beschäftigung mit dem Komponisten Wilhelm Petersen.
Email-Adresse: mail@wolfgang-mechsner.de
Homepage: www.wolfgang-mechsner.de

Rezensionen

Norddeutscher Rundfunk:
»Diese gut recherchiert Biographie ist mehr als die Entdeckung eines Komponisten. Mit Augenmaß nämlich ordnet sie Leben und Werk in den historischen Kontext ein.«

Südwestfunk:
»Wolfgang Mechsners hervorragende Biographie entwirft ein facettenreiches Bild der Künstlerpersönlichkeit Wilhelm Petersens. (...) Wolfgang Mechsner fühlt sich mit außerordentlicher Sensibilität in den zeit seines Lebens von Krankheit gezeichneten Menschen und Künstler Wilhelm Petersen ein. Seine Ausführungen über Leben und Werk schaffen eine ausgewogene und gelungene Synthese: die Verflechtung einer historisch reflektierten Betrachtung mit authentischen Zeitzeugnissen und einer sich auf wesentliche Werkaspekte konzentrierenden, kritischen Analyse auf höchstem wissenschaftlichen Niveau. Detailgetreue, farbige Schilderungen vermitteln einen lebendigen Eindruck des Komponisten wie auch der geistig-kulturellen Strömungen seiner Zeit. Das allein 144 Seiten umfassende, mit den Notenbeispielen aller Werkanfänge, mit Erläuterungen und Zeitdokumenten ausgestattete "Thematische Werkverzeichnis" regt zu einer vertiefenden Betrachtung an, es macht neugierig. Bereichernd erweist sich auch die Lektüre eines dokumentarischen Kapitels, das neben Aufsätzen des Komponisten Rezensionen, biographische Texte und den Briefwechsel mit Bruno Walter enthält. So vermitteln zum Beispiel die wissenschaftlichen Ausführungen Wilhelm Petersens wesentliche Aspekte seiner Geisteshaltung- Ein außerordenlich gelungenes Buch, das für Musiker, Musikwissenschaftler, aber in gleicher Weise für musikinteressierte Laien von großem Wert sein dürfte und auf eine musikalische Renaissance der Werke Wilhelm Petersens hoffen läßt«.

Mannheimer Morgen:
»Jetzt legt der Frankfurter Musikverlag THIASOS eine wissenschaftlich fundierte Biographie und Einführung in das Werk Petersens vor. Autor Wolfgang Mechsner (...) hat eine Menge Material zusammengetragen, um uns den Menschen und sein Werk ins Gedächtnis zu rufen. Doch das Buch ist weit mehr als eine Monographie. Hier wird ein Stück Kultur- und Zeitgeschichte lebendig, das die barbarische Nazidiktatur rücksichtlos zerschlug. (...) Mechsners Buch macht neugierig auf die seit dem Krieg nur selten aufgeführte Musik Petersens und liefert mit umfassender Dokumentation und ausführlichem Literaturverzeichnis gleich alle notwendigen Informationen.«

Neue Osnabrücker Zeitung:
»Fundierte Kenntnis von Leben und Werk Wilhelm Petersens spiegelt sich in dem Buch wieder. (...) Eine höchst anschauliche und informationsreiche Dokumentation über einen Künstler, der abseit aller Zeigeistströmungen seinen schöpferischen Weg suchte.«

Oldenburgische Volkszeitung:
»Das ganze Buch ist ohne Zweifel eine musikwissenschaftliche Tat hohen Ranges, es gibt Einblick in intellektuelle Strömungen und in das Musikleben der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts, führt in Petersens Wesen und Geistigkeit ein und ermöglicht einen Überblick über sein musikalisches Gesamtwerk.«

 

 

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